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Erfolgstory: Markus Ense


Von Food zu Fashion:
Markus Ense ist Deutschland-Chef von Levi Strauss


Er trägt eine Dockers. Eine khakifarbene Khaki, wie sich das anhört. Und dazu ein schwarzes Hemd. Wenn er einen Levi`s-Termin hätte, würde er natürlich eine Jeans tragen. Vermutlich eine 501. „Ich bin die Schnittstellen-Zielgruppe“, sagt Markus Ense. Wahrscheinlich würde er jetzt am liebsten sagen, ich bin ein bekennender Jeans-Khaki-Träger. Denn er bekennt sich gern, nennt sich bekennender Westfale, bekennendes Surf-Talent, bekennender Golf-Sympathisant, sei früher ein bekennender Rucksack-Tourist gewesen. Und er bekennt sich gleichermaßen zu beiden Marken, für die der 35-Jährige im deutschsprachigen Raum verantwortlich ist: zu Dockers und zu Levi`s.

„Beide sind für mich gleichwertig“, sagt er. Dockers zur Marke zu machen, sieht Ense als besondere Herausforderung. Und er liebt Herausforderungen. Besonders wenn er dafür viel Durchhaltevermögen braucht. Denn Ense ist Marathonläufer. Angefangen hat er damit vor ungefähr fünf Jahren bei Nike. Ense arbeitete in der deutschen Niederlassung des Sportartikel-Herstellers in Mörfelden.

Zuerst als Regional-Verkaufsleiter, dann als Vertriebsleiter-Textil. Das war sein erster Kontakt zur Modebranche, erzählt er. Klar, habe er sich auch in der Schule schon für Klamotten interessiert. Aber ein Fashion-Victim sei er nie gewesen. Eher der Casual- und Jeanstyp. Damals habe er sich auch mehr für sein Surfbrett interessiert. Mehr als für Mode und fürs Abi und fürs Cellospielen, mit dem er als Sechsjähriger angefangen hatte, weil in der Familie mit fünf Geschwistern Hausmusik angesagt war. Nach der zehnten Klasse ist Ense vom Gymnasium abgegangen. Er hat Groß- und Außenhandelskaufmann gelernt, dann doch noch das Abitur gemacht und den Wehrdienst bei der Nato. „Dort bin ich ziemlich viel gereist. Und dann wusste ich, was ich auch beruflich machen will - Irgendwas mit Europa.“

Deshalb studierte Markus Ense Internationale Betriebswirtschaftslehre und Fremdsprachen an der International Business School Lippstadt. Mit 26 war er Internationaler Betriebswirt und hatte seinen ersten Job beim Schokoriegel-Hersteller Masterfood in Marketing und Vertrieb. Dort blieb er drei Jahre. Dann kam Nike. Und dann lernte er seine jetzige Frau aus Düsseldorf kennen. Also suchte sich Ense einen Job in der Landeshauptstadt und ging als Leiter Key Accounts zu L’Orèal. Nach einem Jahr wollte er zurück in den Textilbereich. Seit Mai 2001 pendelt Ense zwischen Heusenstamm und Düsseldorf. Zwischendurch muss er sich fit machen für seinen vierten Marathon in Köln und abends holt er das Cello wieder raus und übt seine Etüden. Als bekennender Amateur-Cellist.

(Quelle: TextilWirtschaft, Deutscher Fachverlag GmbH, Frankfurt am Main, Juni 2002)

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